Satzung

des Vereins

Die Falkenburg e.V.
Verein zum Erhalt und zur Sanierung der Falkenburg

 

Präambel

Die Falkenburg wurde im Jahr 1194 von Bernhard II. zur Lippe und seinem Sohn Hermann II. zur Lippe erbaut. Sie bildet den Grundstein der lippischen Landesherrschaft in den Grenzen des ehemaligen Freistaates und heutigem Kreis Lippe. Sie gilt zudem als der Eckpunkt der Geschichte des Burgenbaues in Lippe und Westfalen. In der Everstein´schen Fehde 1404/1405 war Herzog Heinrich II. von Braunschweig-Lüneburg dort gefangen gesetzt. In der Soester Fehde 1447 war sie eines der wenigen unzerstörten Bollwerke des Landes Lippe.

Die Falkenburg war bis 1553 bewohnt und verfiel seitdem langsam. Etwa um 1810 wurde sie auf Anweisung der Fürstin Pauline abgerissen, um Material für den Straßenbau zu gewinnen. Seitdem sind ihre Reste weiter verfallen. Im Jahre 1923 hat man ihre Grundmauern unsachgemäß gesichert. 1969 wurde die bisher letzte Sicherungsmaßnahme vorgenommen.

Authentische Bilder sind nicht vorhanden. Schriftquellen nennen aber Gebäudeteile wie Küche und Kapelle und Funktionsteile wie Vorburg, Brunnen, Vorwerk und Bergfried. Bisher ist die genaue Lage und das Aussehen dieser Gebäudeteile wissenschaftlich nicht erforscht und dokumentiert.

Die Reste der Falkenburg stellen sich als ein außergewöhnliches Bau- und Bodendenkmal dar. Dies ergibt sich aus ihrer herausragenden Bedeutung für die Geschichte des Landes Lippe. Des weiteren entsprechen die vorhandenen Grundmauern noch der Architektur von 1194, da es keine grundlegenden Umgestaltungen der Burg gegeben hat. Es handelt sich um eine klassische hochmittelalterliche Höhenburg, die in ihrer Bauweise noch genau zu erkennen ist. Dies ist in Deutschland ungewöhnlich.

Den Resten der Falkenburg droht weitere Zerstörung. Das Denkmal ist frei zugänglich und nicht gesichert. In letzter Zeit ist des öfteren das Problem des Wandalismus aufgetreten. Seit 1969 ist ein erheblicher weiterer Verfall zu beobachten.

Bürger in Lippe und Institutionen in Lippe sind aufgerufen, sich aktiv daran zu beteiligen, dass die Reste der Falkenburg erhalten werden, Zerstörungen der letzten Zeit - soweit möglich - behoben werden, historisches Material gesichert wird und der Burgcharakter wieder erlebbar gemacht wird. Die Falkenburg ist ein stolzes Zeugnis der lippischen Geschichte.

§ 1

Name und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen
    Die Falkenburg e.V.,
    Verein zum Erhalt und zur Sanierung der Falkenburg.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Detmold und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Detmold einzutragen.

§ 2
Zweck

Zweck des Vereins ist die Förderung des Denkmalschutzes und der Bodendenkmalpflege, insbesondere durch Erhaltung der Ruine Falkenburg, die finanzielle Unterstützung der Restaurierung und des Wiederaufbaus der Falkenburg sowie die Ausrichtung kultureller Veranstaltungen mit Bezug zum mittelalterlichen Leben.

§ 3
Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Der Verein ist selbstständig und selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  3. Das Vereinsvermögen und etwaige Gewinne dürfen, abzüglich etwaiger Verwaltungskosten, nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten aus Mitteln des Vereins keine Zuwendungen. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden

§ 4
Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen, Körperschaften, Vereine sowie Anstalten und Stiftungen des öffentlichen und privaten Rechts sein.
  2. Anträge auf Erwerb der Mitgliedschaft sind schriftlich an den Vorstand des Vereins zu richten, der über die Aufnahme entscheidet. Der Vorstand kann die Aufnahme aus wichtigem Grund ablehnen.
  3. Ehrenmitglieder können von der Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes ernannt werden.
  4. Die Mitgliedschaft endet
    1. durch Tod;
    2. durch Austritt unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ablauf eines jeden Kalenderjahres, wobei der Austritt gegenüber dem Vorstand schriftlich zu erklären ist;
    3. durch Ausschluss aus dem Verein, der vom Vorstand bei Vorliegen eines wichtigen Grundes auszusprechen ist. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn ein Mitglied durch sein Verhalten die Zwecke und Ziele des Vereins wesentlich beeinträchtigt oder wenn ein Mitglied mit mehr als einem Jahresbeitrag im Rückstand ist.

§ 5
Beiträge

Die Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag. Dieser beträgt bei natürlichen Personen 30,00 € und bei juristischen Personen, Körperschaften, Vereinen, Anstalten und Stiftungen 100,00 € pro Jahr. Der Beitrag ist zum Beginn eines jeden Geschäftsjahres, das mit dem Kalenderjahr identisch ist, zu entrichten. Für das Gründungsjahr wird der volle Beitrag erhoben.

§ 6
Organe

Die Organe des Vereins sind

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand

§ 7
Mitgliederversammlung

  1. Die ordentliche Mitgliederversammlung hat jährlich, und zwar nach Möglichkeit im ersten Quartal eines jeden Kalenderjahres, stattzufinden. Die vom Vorstand vorzunehmende Einladung hat spätestens drei Wochen vor dem angesetzten Termin durch schriftliche Mitteilung unter Angabe der Tagesordnung an alle Mitglieder zu ergehen.
  2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind vom Vorstand einzuberufen, wenn das Vereinsinteresse dies erfordert oder wenn mindestens 1/5 der Mitglieder unter Angabe von Gründen die Einberufung beantragt.
  3. Die Beratung und Beschlußfassung der ordentlichen Mitgliederversammlung obliegen insbesondere
    a) die Wahl der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer;
    b) die Entgegennahme des Berichts des Vorstandes über das abgelaufene Geschäftsjahr;
    c) die Abnahme der Jahresrechnung und die Entlastung des Vorstandes;
    d) die Aufstellung des Wirtschaftsplanes für das laufende Geschäftsjahr;
    e) die Neufestsetzung der Jahresbeiträge;
    f) die Beschlußfassung über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins;
    g) die Ernennung von Ehrenmitgliedern.
  4. Die Leitung der Mitgliederversammlungen obliegt dem Vorsitzenden des Vorstandes, im Fall seiner Verhinderung seinem Stellvertreter.
  5. Jedes Mitglied kann bis spätestens eine Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden.
  6. Jede Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Anzahl der anwesenden Vereinsmitglieder beschlußfähig. Hierauf ist in der Einladung besonders hinzuweisen.
  7. Die Mitgliederversammlung faßt ihre Beschlüsse im allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegeben gültigen Stimmen, sofern Gesetz oder Satzung im Einzelfall nichts anderes vorschreiben. Für Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von 2/3 der Stimmen der anwesenden Mitglieder erforderlich. Über derartige Anträge kann nur entschieden werden, wenn in der Ladung zur Versammlung ein entsprechender Tagesordnungspunkt enthalten ist.
  8. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen ist eine Niederschrift zu fertigen.

§ 8
Vorstand

  1. Der Verein hat einen Vorstand, der aus
    a) dem Vorsitzenden,
    b) dem stellvertretenden Vorsitzenden,
    c) dem Schatzmeister
    d) einem Vertreter des Kuratoriums
    e) bis zu 3 Beisitzern
    besteht.
    Den Beisitzern können vom Vorstand besondere Aufgaben zugewiesen werden, soweit diese nicht per Satzung anderen Vorstandsmitgliedern zugeordnet sind.
  2. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vorstandes werden für die Dauer von drei Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt, wobei die Wahlzeit bis zu der Mitgliederversammlung läuft, die über das dritte Geschäftsjahr nach Wahl des Vorstandes Beschluss faßt. Zu Mitgliedern des Vorstandes können nur Mitglieder des Vereins gewählt werden. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsdauer aus, so ist das von ihm innegehabte Amt bis zu nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung von einem anderen Mitglied des Vorstandes kommissarisch zu übernehmen. Hierüber entscheidet der Vorstand. Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung hat sodann für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds eine Ergänzungswahl vorzunehmen. Die Wiederwahl von Mitgliedern des Vorstandes ist zulässig.
  3. Der Vorstand des Vereins im Sinne der §§ 26 und 28 Abs. 2 BGB setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schatzmeister. . Er wird außergerichtlich und gerichtlich sowie insbesondere bei Willenserklärungen, durch die der Verein verpflichtet oder mit denen über Vereinsvermögen verfügt wird, von jeweils zwei der vorgenannten Vorstandsmitglieder vertreten, von denen einer der Vorsitzende oder der Schatzmeister sein muss.
  4. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:
    a) Vorbereitung und Einberufung von Mitgliederversammlungen;
    b) Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlungen;
    c) Erfüllung der Vereinszwecke durch Einsatz der Vereinsmittel;
    d)Führung der Kassengeschäfte und der Stellung eines Jahresabschlusses durch den Schatzmeister, der der Mitgliederversammlung jährlich Bericht zu erstatten hat. Die Kassenführung ist dabei alljährlich durch die von der Mitgliederversammlung gewählten Kassenprüfer zu prüfen, denen der Schatzmeister zu diesem Zweck die Rechnungsunterlagen bereit zu stellen hat.
  5. Der Vorstand tagt mindestens zweimal jährlich und ist vom Vorsitzenden mit einer Ladungsfrist von mindestens 10 Tagen einzuberufen, wenn das mindestens zwei Vorstandsmitglieder unter Angaben von Gründen verlangen.

§ 9
Kuratorium

Der Vorstand ist berechtigt, für den Verein ein Kuratorium zu berufen. Das Kuratorium besteht aus mindestens drei und maximal neun Mitgliedern. Das Kuratorium soll den Vorstand in seiner Arbeit beraten und den Vereinsgedanken in die Öffentlichkeit weiter tragen. Die einzelnen Kuratoriumsmitglieder sind für eine Amtsdauer von drei Jahren zu bestellen. Im übrigen gibt sich das Kuratorium selbst eine Geschäftsordnung.

§ 10
Auflösung des Vereins

  1. Über eine Auflösung des Vereins entscheidet eine dazu außerordentlich einzuberufende Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 4/5 der erschienenen Mitglieder. Die Mitgliederversammlung bestimmt zugleich den Liquidator.
  2. Im Fall der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des steuerbegünstigten Zweckes fällt das Vermögen abzüglich etwaiger Liquidationskosten vorbehaltlich bundes- oder landesrechtlicher Regelungen an die Stadt Detmold mit der Zweckbestimmung der Förderung der Denkmalpflege, der Kunst oder der Kultur. Beschlüsse zur Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des zuständigen Finanzamtes ausgeführt werden.

        

Stand: 10.07.2013