Lippischer Ehrenring für den Falkenburg-Verein

Am Samstag, 02.02.2019 erhielt der Falkenburg-Verein den Sonderpreis für Kulturdes lippischen Ehrenrings.

Axel Lehmann, Landrat des Kreises Lippe, überreichte während einer Feierstunde im Schloss und Gut Wendlinghausen eine Urkunde sowie einen Hermann. Besonders gewürdigt hier wird der Einsatz des Vereins seit nun mehr 15 Jahren, die Ruine der Falkenburg zu erforschen und für Interessiere im Rahmen von verschiedenen Führungen erlebbar zu machen.

Der Falkenburg e.V. dankt dem Landrat für die Würdigung seiner Arbeit.

Foto: Ehrenamtsbüro des Kreises Lippe
Text: Jörn Saak

Jahresabschluss der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer

Am 21.11.2018 trafen sich auf Einladung des Vereinsvorstands alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zum Jahresabschluss. Neben den ehrenamtlichen Burgführerinnen und Burgführern waren auch alle Helferinnen und Helfer anwesend, die bei den diversen Veranstaltungen wie dem Tag des offenen Denkmals oder bei Mäharbeiten auf der Burg mitgeholfen haben.

 

Beim Mittelaltermenü, wie es bei den Themenführungen des Vereins angeboten wird, ließen die Anwesenden das vergangene Jahr Revue passieren. Besonders in diesem Jahr ist, dass die Grabungs- und Bauarbeiten auf der Burg nun vollständig beendet wurden.

Stellvertretend für den gesamten Vorstand dankte der Vorsitzende Dr. Michels den Gästen für Ihren Einsatz.

Nach der letzten Führung am 07. Dezember um 20:00 Uhr wird die Burg nun in den wohlverdienten Winterschlaf gehen und zur Ruhe kommen. Damit sie sich ausruhen kann, haben wir die Burg verschlossen. Sie wird voraussichtlich Mitte März 2019 wieder geöffnet. Der Verein bittet, diesen Umstand zu akzeptieren und dieser imposanten Höhenburg ihre Ruhepause zu gönnen.

Text: Jörn Saak
Fotos: Cornelia Müller-Hisje

Mäharbeiten im südlichen Burggraben

An einem Samstagvormittag trafen sich kurzfristig einige Vereinsmitglieder, um den südlichen Burggraben abzumähen. Hintergrund: Der Verein hat Zuwendungen erhalten, um den Bauschutt aus dem südlichen Graben auszuheben. Dadurch wird die Grabenstruktur wieder erkennbar Vorab musste der Graben von Grünzeug befreit werden. Diese Baggerarbeiten sind die letzten Bauarbeiten auf der Falkenburg!

Der Vereinsvorstand bedankt sich bei den Ehrenamtlern für ihren kurzfristigen und effektiven Einsatz!

Text: Jörn Saak
Foto: Dr. Hubertus Michels

Eindrücke der diesjährigen Vereinsfahrt nach Marienmünster und Corvey

Wer wissen wollte, wer mit wem im Mittelalter in unserer Region Politik machte und warum auch damals schon die kleine Politik die große beeinflusste und umgekehrt, der konnte auf der Vereinsfahrt 2018 erhebliche Erkenntnisse gewinnen.
Mit dem Bus führte uns die Reise in die Vergangenheit zunächst nach Marienmünster. Trotz modernen Gefährts wurde die alte Verbindungsstraße vorbei an Schwalenberg gewählt, die Ausblicke auf die herrliche Landschaft Lippes abseits der Bundesstraße bot. Auch streiften wir so die Oldenburg, den Stammsitz der Grafen zu Schwalenberg. Erst nach Bezug der „neuen“ Burg in Schwalenberg wurde der ehemalige Hauptsitz als „olde Burg“ bezeichnet. Der heute privat bewohnte Wohnturm, erbaut wahrscheinlich 1373, ist von der Straße aus noch immer gut zu erkennen.
Frank Huismann informierte glänzend, unterhaltsam und mit vielen kleinen interessanten Details schon während der Fahrt über die Entwicklung der Schwalenberger Grafen parallel zum lippischen Adelsgeschlecht mit Sitz auf der Falkenburg.
So stiftete Widekind I. Graf von Schwalenberg zusammen mit seiner Gattin die Benediktinerabtei Marienmünster als Hauskloster. Dieses stand in unmittelbarer Nähe zur Stammburg, der Oldenburg.
Hier, im Kloster, erfuhren wir viel über den Aufstieg und Fall der Schwalenberger und wieso dergleichen auch damals oft mit politischen Entscheidungen zusammenhing.
Zum Beispiel erstarkte das Geschlecht der Grafen von Schwalenberg nach der Entmachtung Heinrichs des Löwen. Die Schwalenberger hatten sogar die Vogtei über das Hochstift Paderborn inne. 1189 aber machte Widukind III. einen folgenreichen Fehler. Er verpfändete die Vogtei an die Paderborner Kirche, um die Teilnahme am dritten Kreuzzug zu finanzieren. Aus diesem Krieg kehrte er nicht zurück und die weltliche Herrschaft ging auf den Bischof über. Die Grafen von Schwalenberg versanken danach mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit.
In der Tonenburg, einer typischen Anlage des Spätmittelalters, nahmen wir einen Mittagsimbiss ein, dann führte uns unser Weg weiter zum berühmten UNESCO Weltkulturerbe, dem Westwerk des Klosters Corvey.


12 Mönche aus der Benediktinerabtei Corvey übernahmen 1128 die geistliche Betreuung in Marienmünster. Gekommen waren sie aus dem Zentrum der christlichen Missionierung in unserer Region, Kloster Corvey.
Der Bau des berühmten Westwerks des Kloster Corveys erfolgte in den Jahren 873 bis 885. Dieser Teil des Klosters stellt heute den Kern des eigentlichen Weltkulturerbes dar. Jahrhundertelang ein Zentrum politischer und religiöser Machtentfaltung, war Corvey Reichsabtei und später sogar Fürstabtei.
Zum Abschluss unseres unterhaltsamen und lehrreichen Ausflugs steuerten wir Höxter an.
Hier übernahm Hubertus Michels die fachkundige und interessante Führung durch die Stadt.
Durch ihn entdeckten wir selbst die verstecktesten Perlen der mittelalterlichen Bebauung in Höxter.
Er öffnete uns die Augen für scheinbar einfache Details, deren genaue Betrachtung baumeisterliche Künste offenbarte, die wir ohne seine Führung wohl kaum wahrgenommen hätten.

Voller neuem Wissen pausierten wir auf dem Rückweg erneut an der Abtei Marienmünster, um hier nun zum Abschluss noch einmal für unser physisches Wohlbefinden zu sorgen.
Cornelia Müller-Hisje, selbst leider nicht mit an Bord, hatte uns den leckersten Kuchen, Kaffee und Kaltgetränke mit auf den Weg gegeben.
Am Schluss waren sich alle einig: Mitfahren lohnt sich, immer wieder!
Wir hatten viel Spaß, haben fast nebenbei gelernt und gut gegessen!

Unser ganz besonderer Dank geht daher an Frank Huismann, Hubertus Michels und Cornelia Müller-Hisje.


Bericht und Fotos: Ulrike Grabow

Tag des offenen Denkmals am 09.09.2018

Ein strahlend schöner Tag lockte 446 Besucher auf die Falkenburg. Laufende Führungen durch die ehrenamtliche Burgführer und Burgführerinnen informierten die Gäste über die Geschichte von Bau und Bauherren. Selbstgebackene Leckereien von Vereinsmitgliedern gefertigt und Kaffee, den erneut die Familie Kohlmann vom Landgasthaus Hirschsprung gesponsort hatte, versüßten den Aufenthalt nach erfolgreichen Aufstieg.

Getreu dem diesjährigen Motto "Erleben was uns verbindet" konnten die Besucher unsere Burg erleben und erfuhren ihre Verbindung von der Vergangenheit in die heutige Zeit.

Der Falkenburgverein bedankt sich für die freundlichen Zuwendungen der Gäste. Auch wenn die Falkenburg zukünftig jedem zugänglich sein wird, so er den Aufstieg geschafft hat, so erklärt sich das Bauwerk nicht von alleine. Die BurgführerInnen werden auch weiterhin mit kompetenter Begleitung gern zur Verfügung stehen.

Text: Cornelia Müller-Hisje
Fotos: Ulrike Grabow

Die totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018 – beobachtet auf der Falkenburg

Eine totale Mondfinsternis als Anlass für die sternkundliche Führung auf der Falkenburg ... und dazu die Marsopposition...mal was anderes als „nur“ Sterne! Interessiert doch bestimmt ein paar Lipper.

Die paar Lipper....das waren ca. 100 Erwachsene und Kinder die sich am Treffpunkt einfanden!! Mal gut, daß außer Herbert auch noch Ingo und Christian als Burgführer und meine Frau Anja für die Nachhut zu Hilfe eilten...! Der Aufstieg erfolgte in mehreren Gruppen, die unterwegs noch interessante Details zur Geschichte und Ausgrabung bzw. Restaurierung der Falkenburgruine erfuhren.

Auf der Falkenburg angekommen gab ich ein paar Grundinformationen über Entfernungen im Weltall. Die Oberburg mit ca. 60 m Durchmesser ist im Maßstab 1 : 100 Milliarden Vergleich für die Entfernung zwischen Sonne und Pluto....der nächste Stern befindet sich in diesem Modell ca. 410 km entfernt! Anschließend folgten Erläuterungen zur Entstehung von Sonnen- und Mondfinsternissen.

Dann begann das Warten auf den beim Aufgang schon verfinsterten Mond. Der ließ allerdings bedingt durch dicke Dunstschichten am Horizont auf sich warten. Also blieb Zeit für die Beobachtung von Venus, Jupiter und Saturn, zu denen ich auch einige Erläuterungen gab.

Doch dann die beiden Highlights..der verfinsterte Mond und der Mars in seiner Nähe schälten sich aus dem Dunst und wurden sogleich begeistert mit den Ferngläsern der Besucher beobachtet und natürlich auch fotografiert. Ein toller Anblick ...sowohl Mond als auch Mars dunkelrot!

Die ganze Zeit über wurden auftauchende Fragen diskutiert, über die Ferngläser als  astronomische Instrumente gefachsimpelt....und dann tauchte die ISS, die internationale Raumstation auf und konnte beim Überflug über die Falkenburg beobachtet werden.

Auch die hellsten Sommersternbilder wurden erklärt und damit verbundene Fragen beantwortet. Mit Hinweis auf die Sternschnuppennacht am 12. August um 2.00 h endete die Veranstaltung um ca. 24.00 h.

Es war eine tolle Veranstaltung mit viel Spaß, Interesse, Begeisterung.....ich habe mich über soviel Interesse an astronomischen Zusammenhängen sehr gefreut....und das tue ich auch für die folgenden Veranstaltungen!

Liebe Grüße an alle

Uli Klöpper

Text und Fotos: Uli Klöpper

Silberne Halbkugel für Stephan zur Lippe

Verein nimmt an Ehrung des Denkmalkomitees in Görlitz teil

Auf Einladung von Stephan Prinz zur Lippe nahmen auch zwei Vertreter unseres Vereins
an der Preisverleihung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz in Görlitz teil. Stephan Prinz zur Lippe wurde für sein Engagement für die Erforschung und den Erhalt der Falkenburg mit der Silbernen Halbkugel ausgestattet.

Die Preisverleihung fand im Gerhart-Hauptmann-Theater statt. Vorher bestand für alle Gäste die Möglichkeit, an Stadtführungen durch Görlitz teilzunehmen. Am Vorabend der Preisverleihung fand in der ehemaligen Synagoge ein Empfang der Stadt Görlitz samt Podiumsdiskussion statt.

Neben Maria Prinzessin zur Lippe nahmen vom Verein die Schatzmeisterin Sabine Bobe-Kleinwegener und der stellvertretende Vorsitzende Jörn Saak teil. Weiterhin reisten auf Einladung des Prinzen zur Lippe Helmut Merwitz (Architekt), Dr. Elke Treude (Lippisches Landesmuseum) und Dr. Hans-Werner Peine (LWL Archäologie) zu den Feierlichkeiten nach Görlitz.

Wir freuen uns mit Stephan Prinz zur Lippe für die Auszeichnung und bedanken uns für die Möglichkeit, an der Preisverleihung teilzunehmen.

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"Monumente" berichtet über die Falkenburg

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz würdigt ihr Förderprojekt mit einem großen Artikel

In der aktuellen Ausgabe von "Monumente", dem Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, ist ein schöner Artikel über die Falkenburg erschienen. Damit wird die Falkenburg auch deutschlandweit in den Fokus gerückt.

Schauen Sie selbst - den Artikel finden Sie hier .

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Ausflug zur Falkenburg - Ein Erfahrungsbericht

von Friedrich Storkebaum

Wie erleben unsere Besucher die Falkenburg bei unseren Führungen? Friedrich Storkebaum ließ sich Anfang September von unserem Burgführer Frank Huismann die Burg zeigen und hat einen tollen Bericht darüber geschrieben.

Klicken Sie hier und erleben Sie die Burg in vielen Bildern und Erläuterungen!

Vielleicht ist das ja auch ein Anreiz, mal selber wieder vorbeizuschauen Lächelnd

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