Jahresabschluss am 29.11.2017

Am 29.11.2017 trafen sich auf Einladung des Vereinsvorstands die Burgführerinnen und Burgführer sowie alle Helferinnen und Helfer zum gemütlichen Jahresabschluss samt leckerem Essen im Verein Ressource e.V. in Detmold.

Dem dem gemütlichen Miteinander haben wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen sowie uns auf die kommende Saison 2018 eingestimmt.

Der Vereinsvorstand bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz für unsere Falkenburg!

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Vereinsfahrt am 07.10.2017: „Reichsabtei Herford und das historische Enger“

Der Falkenburgverein folgte erneut den Spuren der lippischen Gründergenerationen: Gertrud, die Tochter Berhards II., war Äbtissin in der Reichsabtei Herford und somit eine der ganz großen und wichtigen Persönlichkeiten ihrer Zeit. Beim Rundgang durch die von ihr gegründete Neustadt Herfords erfuhren die Teilnehmer von Frank Huismann viel Neues über diese Frau und ihre Zeit.

Das Mittagessen wurde im historischen Restaurant „Zur Post“ in Enger serviert: Salzbohnen mit Bratenfleisch. Ein Gericht, das viele schon ewig nicht mehr gegessen hatten und mancher sogar nicht kannte. Mittagessen wie Anno dazumal.

Die Stadt Enger bringt man in erster Linie mit Widukind und dem Kampf gegen Karl den Großen in Verbindung. Doch Lippe hatte viel mit Enger zu tun. Während territorialer Auseinandersetzungen unterlag Simon I. zur Lippe im Jahre 1302 den Bischöfen von Münster, Osnabrück und Paderborn, dem Grafen zu Ravensberg und der Stadt Herford. Zuerst wurde die Burg Enger 1302 eingeschlossen und belagert, bis sie schließlich fiel. Simon I. wurde gefangen genommen. Nach anderthalb Jahren kam er frei. Ihm wurde zur Auflage gemacht, die Burg zu schleifen, und zwar so, dass sie nicht wieder aufgebaut werden konnte. Alle Gräben wurden zugeworfen. Diese Geschichten wurden im Museum in Enger erläutert. Der anschließende Besuch der Abteikirche mit dem Grab Widukinds war zum Abschluss ein ganz besonderes Erlebnis.

Kaffee und hausgebackener Kuchen mussten wegen des inzwischen massiv feuchten Wetters im Bus genossen werden.

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Tag des offenen Denkmals 2017: Macht und Pracht: Die Falkenburg bei Detmold-Berlebeck – Sitz der Edelherrn zur Lippe

„Glänzender war ihr Adel als ihrer Güter Besitztum“, schreibt Magister Justinus als Einleitung des Lippifloriums, jenes Heldengedichts aus dem 13. Jh., dass die Taten des Edelherrn Bernhard II. zur Lippe verklärt. Eben diesem Edelherrn gelang es innerhalb einer Generation, seinem Haus eine so nie wieder erreichte politische Stellung zu verschaffen. Sein Sohn Hermann II. und der Enkel Bernhard III, weiteten dann die Herrschaft im heutigen Lippe aus und festigten sie. Der Herrschaftsbereich der Familie ist heute noch im Namen des Kreises Lippe gegenwärtig.

Mit dem Bau der Falkenburg bei Berlebeck ab 1194 manifestierten die Lipper ihren Machtanspruch in der Region. Anfängliche Unstimmigkeiten mit dem Erzbistum Paderborn konnten beseitigt werden, indem ein Sohn Bernhards dort Bischof wurde. Hier zeigt sich bereits, dass die Edelherren das Spiel mit der Macht beherrschten und die Burg, in all ihrer Pracht, wurde dann ein sichtbares Zeichen dieser Herrschaft.

Einst eine der mächtigsten Burganlagen Westfalens, die mehrere kriegerische Konflikte überstand, beschädigte eine selbst verschuldete Feuersbrunst im Jahre 1453, die im Verlauf eines Festgelages ausbrach, die Falkenburg stark. Trotz erfolgter Instandsetzung verlor sie nach und nach an Bedeutung, bis sie schließlich in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts komplett aufgegeben und verlassen wurde. Die letzten Pfandnehmer, Dietrich von der Borgh und seine Söhne verließen 1523 die Burg. Der heute noch erhaltene Baubestand der Ruine Falkenburg repräsentiert für Westfalen-Lippe in besonders eindrucksvoller Weise den Typus der klassischen hoch- bis spätmittelalterlichen Adelsburg.

Am Tag des offenen Denkmals bot der Verein Die Falkenburg e. V. laufend kostenlose Führungen auf dem gesamten Areal, die sich mit den Männern und Frauen beschäftigten, die diese Macht innehatten, aber auch mit den bei den Ausgrabungen gefundenen Zeichen der Pracht dieser bedeutenden Familie des Hochmittelalters. Um einen Eindruck vom Leben auf der Burg zu bekommen, wurde an einem Stand auf der Burg zeittypisches Essen angeboten: Hafergrütze mit getrockneten Pflaumen und Rosinen, frischen Äpfeln und Birnen, dazu Braugerstenbrot und Bier. Das Angebot wurde besonders von den Kindern gern angenommen. Wer hätte gedacht, dass Halbwüchsigen Hafergrütze schmeckt!

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Auf den Spuren der Soester Fehde

Jahresfahrt des Falkenburg-Vereins geht nach Soest und Lipperode

Bei schönstem Herbstwetter nahmen wieder über vierzig Mitglieder und Interessierte an unserer jährlich stattfindenden Tagesfahrt teil. Dieses Jahr ging es zunächst nach Soest, wo uns der Städteforscher Dr. Hubertus Michels durch das historische Soest führte. Nach einem herzhaften Mittagsimbiss im einzigen Soester Brauhaus „Zwiebel“ stand noch der Besuch der beiden Marienkirchen Soests auf dem Programm. Der Historiker Frank Huismann erläuterte dort die Besonderheiten beider Kirchen sowie die Entwicklung der romanischen Bauweise.

Im Anschluss führte uns die Reise nach Lipperode, wo wir die Überreste der Burg Lipperode besichtigten. Frank Huismann referierte hier über die Gründung der Burg im 13. Jahrhundert bis zum Ausbau zu einem Fort am Vorabend des dreißigjährigen Krieges und die Aufgabe der Burg durch die lippischen Edelherren. Nach einer Kaffeepause trat die Gruppe dann die Heimfahrt Richtung Detmold an.

Der Verein und die Gäste bedanken sich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Dr. Hubertus Michels und Frank Huismann für die sachkundigen und kurzweiligen Führungen und bei Cornelia Müller-Hisje für die Planung der Vereinsfahrt. Alle waren sich einig – es war wieder mal ein ganz toller Tag!

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Einladung zur Jahresfahrt 2016 am 29.10.2016

Auf den Spuren der Soester Fehde

Auch in diesem Jahr werden wir wieder den historischen Pfaden der lippischen Edelherren folgen. In der Soester Fehde (1444 bis 1449) zwischen der Stadt Soest und dem Erzbischof Dietrich von Köln wurden Blomberg und Detmold fast dem Erdboden gleich gemacht, die Falkenburg widerstand!

Grund genug, die Stadt einmal näher zu betrachten!

Nach einem Mittagsimbiss in der Gaststätte der einzigen Soester Brauerei werden wir auf der Rückfahrt Lipperode besuchen. Nach Kaffee und Kuchen am Bus erfolgt dann die Heimfahrt.

Die historische Leitung der Fahrt wird erneut Frank Huismann übernehmen.

Wir starten am 29. Oktober um 8 Uhr mit dem Bus ab Landestheater Detmold.
Um 20 Uhr werden wir spätestens wieder in Detmold am Landestheater ankommen.

Bitte melden Sie sich bis zum 21. Oktober bei Cornelia Müller-Hisje unter Tel. 0151-61225769 oder per mail info@cmh-marketing.de an. Bitte teilen Sie uns für die Buchung des Mittagsimbisses mit, ob Sie Vegetarier sind.

Der Reisepreis beträgt inkl. Busfahrt, Mittagsimbiss und Führungsentgelt 32,00 €. Bitte überweisen Sie den Betrag unter dem Stichwort „Vereinsfahrt 2016“ auf folgendes Konto:

Die Falkenburg e.V.
IBAN: DE81 4765 0130 0047 0690 00
BIC: WELADE3LXXX

Freuen Sie sich auf einen schönen und interessanten Tag - auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen!

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Falkenburg-Verein besucht den TBV Lemgo


Am 26. April 2016 wurde unser Verein in der Beilage "Wir in Lippe" der Lippischen Landeszeitung als "Verein der Woche" präsentiert.

Nun konnten obendrein auf Einladung der Lippischen Landeszeitung vierzig Mitglieder am 29.05.2016 das Spiel des Handball-Bundesligisten TBV Lemgo gegen den SC Magdeburg live in der Lipperlandhalle verfolgen.

Die Stimmung war einfach klasse, auch wenn der TBV Lemgo mit 31:33 gegen Magdeburg verlor. Für die Vereinsmitglieder war es in jedem Fall ein tolles Erlebnis und darüber hinaus ein perfekter Anlass, sich näher kennen zu lernen.

Der Verein Die Falkenburg e.V. bedankt sich an dieser Stelle bei der Lippischen Landeszeitung für die Einladung zu diesem spannenden Spiel und für den schönen Nachmittag.

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Vereinsfahrt 2015

Ein Bericht von Jörn Saak

Bei schönstem Wetter zog es viele Mitglieder unseres Vereins und auch zahlreiche Interessierte bei unserer Jahresfahrt erneut auf die Spuren Bernhards II. zur Lippe. Dieses Mal machte sich die Gruppe zunächst auf den Weg nach Hildesheim, wo Bernhard II. zur Lippe damals eine Ausbildung an der Domschule genoss. Dadurch verfügte er im Vergleich zu anderen Rittern seiner Zeit über eine überdurchschnittliche Bildung. Bei einer Führung durch das Dommuseum konnte man den Domschatz begutachten. Im Anschluss bestand die Möglichkeit zur Besichtigung des Doms.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter nach Braunschweig. Hier wurde die Gruppe von "unserem" Historiker Frank Huismann durch die Stadt geführt. Frank Huismann erläuterte lebhaft die Geschichte der Stadt und ging dabei immer wieder auf die Zeit Bernhards II. ein.

Braunschweig spielte im Leben des Bernhard II. zur Lippe eine große Rolle, hier verbrachte er viel Zeit als Ritter am Hofe Heinrich des Löwen.

Schließlich machte sich die Gruppe wieder auf den Rückweg, und alle waren sich einig: Es war eine rundum gelungene Fahrt mit vielen Informationen und einer tollen Stimmung!

Vielen Dank an Frank Huismann und an Cornelia Müller-Hisje, die die Fahrt wieder einmal perfekt organisierte!

Fotos: Susanne Kersting

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Einladung zur Jahresfahrt 2015 am 24.10.2015

Unsere diesjährige Vereinsfahrt führt uns wieder auf die Spuren Bernhards II. Wir beginnen in seiner Jugend ca. 1146-1158, die er an der Domschule in Hildesheim verbrachte. Dort erwartet uns eine Führung im Dommuseum. Anschließend findet dann eine Begrüßung interessierter Gäste im Dom statt, der nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wieder geöffnet ist. 

Nach einem Mittagsimbiss geht es dann weiter nach Braunschweig, wo Bernhard seine Ausbildung zum Ritter am Hofe Heinrichs des Löwen absolvierte und dessen treuester Vasall er wurde. Hier wird uns wieder unser Mittelalterexperte und Braunschweig-Kenner Frank Huismann führen.

Wir starten um 8.00 Uhr mit dem Bus ab Landestheater Detmold. Vorher besteht bereits um 7.30 Uhr eine Zustiegsmöglichkeit bei Blanke-Reisen, Pyrmonter Str. 26 in Bad Meinberg und um 7.40 Uhr in Diestelbruch, Haltestelle Alter Krug. Um 20.00 Uhr werden wir voraussichtlich wieder in Detmold am Landestheater ankommen.

Bitte melden Sie sich bis zum 15.10.2015 bei Cornelia Müller-Hisje unter Tel. 0151-61225769 oder per mail an info@cmh-marketing.de an.

Der Reisepreis beträgt 39,00 € pro Person inkl. Busfahrt, Mittagsimbiss und Führungsentgelt und ist bis zum 15.10.2015 auf das Vereinskonto zu überweisen, Stichwort: Vereinsfahrt 2015. Die Kontonummer finden Sie hier.

Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen!

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Grünpflegeaktion 2015 - Helfer gesucht!

Die Führungssaison hat angefangen, und leider kennt das Unkraut auch dieses Jahr keine Gnade.

Zeit, wieder mal die Hacke und den Spaten zu schwingen und Löwenzahn, Distel und Co. zu Leibe zu rücken.
Alle, die mithelfen möchten, sind herzlich willkommen! Wir treffen uns am

Dienstag, 19. Mai 2015 ab 17.00 Uhr

oben auf der Burg. Wer kann, bringt bitte Gartengeräte mit.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit zu einem Picknick auf der Burg in der Abendsonne (natürlich erst nach getaner Arbeit) Relax.

Zur leicheren Planung geben Sie mir doch bitte eine kurze Rückmeldung per mail an sabine_schalk@freenet.de, wenn Sie mit dabei sind!

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Vereinsfahrt 2014

Burg Sternberg und Burgruine Polle unter besonderer Berücksichtigung der Eversteinschen Fehde

Ein strahlend schöner Herbsttag begrüßte die Teilnehmer der Vereinsfahrt ins Nordöstliche Lipperland und an die Weser. Frank Huismann übernahm, fachkundig begleitet von Dr. Elke Treude, die Reiseleitung.

Erstes Ziel war die Burg Sternberg, die lippische Burg, die immer gern vergessen wird, weil sie heute eher abseits der Hauptverkehrswege liegt. Frank Huismann gelang es, den Teilnehmern einen ausgezeichneten Eindruck von der ehemaligen Nutzung der Burg zu vermitteln.

Auf dem Weg von der Burg Sternberg zur Burgruine Polle wurde bei strahlendem Sonnenschein vor der Kilianskirche in Lügde eine Pause eingelegt. Nach der Stärkung bot Frank Huismann eine Kurzführung durch die Kirche an, deren Ursprünge in die karolingische Zeit reichen. Die Fahrt nach Polle war dann für viele Teilnehmer eine Fahrt durch unbekanntes Land. Die Lage der Burgruine oberhalb der Weser mit Blick über deren Flusslandschaft und der idyllische Ort Polle sind allein schon eine Reise wert. Das umfassende Wissen von Frank Huismann belebte die gar nicht so toten Mauern umso mehr.

Die Vereinsfahrt 2014 war wieder einmal eine rundum gelungene Sache, bei der dieses Mal sogar das Wetter bis zum letzten Moment mitspielte. Die Teilnehmer waren nicht nur Mitglieder des Vereins, sondern auch externe Interessierte, die diese Rundreise unter kompetenter Führung und fürsorglicher Versorgung genossen haben.

Den ausführlichen Reisebericht von Cornelia Müller-Hisje finden Sie hier

Fotos: Jörg-Uwe Korth

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Erfolgreicher Kampf gegen das Unkraut

Die Falkenburg zeigt sich ihren Besuchern nun von ihrer schönsten Seite

Pünktlich zu Beginn der neuen Grabungssaison trafen sich am 28.04. einige treue Falkenburg-Fans, um die Burg für ihre Besucher ordentlich aufzuhübschen. Galt es doch, dem wuchernden Unkraut Einhalt zu gebieten. Mit Spaten und Hacke bewaffnet wurde Löwenzahn und Co der Garaus gemacht. Belohnt wurden die eifrigen Helfer nicht nur mit idealem Arbeitswetter (nicht zu warm, nicht zu kalt, Hauptsache trockenLächelnd), sondern nach getaner Arbeit auch mit einem schönen Picknick mit toller Aussicht.

Eine gelungene Aktion, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat. Vielen Dank an alle Helfer!

Fotos: Cornelia Müller-Hisje

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Vereinsfahrt am 12.10.2013

Auf den Spuren Bernhards II.

Edler Ritter, Haudegen, frommer Christ? Wer war Bernhard II., der Erbauer der Falkenburg bei Berlebeck? Diese Frage stellten sich rund 40 Teilnehmer der diesjährigen Fahrt des Falkenburg-Vereins und begaben sich auf Spurensuche. Unter der fachkundigen Leitung der Falkenburg-Führerin Cornelia Müller-Hisje ging es zunächst nach Lippstadt, wo eine Stadtführung auf dem Programm stand. Von dort führte die nächste Station zum Schloss Rheda. Dort hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die von Bernhard II. erbaute Doppelkapelle und den einstigen Wohnturm zu besichtigen. Anschließend konnten sich alle bei einem Picknick stärken, bevor es dann weiter zum Kloster Marienfeld ging. Auch das Kloster wurde von Bernhard II. mit begründet. Die ganze Fahrt wurde musikalisch von Henning dem Barden begleitet, sodass schließlich nicht nur ein lehrreicher, sondern auch ein sehr unterhaltsamer Tag zu Ende ging.

Einen ausführlichen Reisebericht sowie viele schöne Fotos finden Sie hier